Eine Massage verwöhnt Körper, Geist und Seele. Kein Wunder, dass sie ihren Ursprung schon vor rund 5000 Jahren hatte, und heute noch in vielen Kulturen unserer Erde tagtäglich praktiziert wird.
Der Schwerpunkt der medizinischen Massage liegt in der manuellen Bearbeitung von Muskeln, Gewebe und Sehnen.

Mit der Massage können wir tonische und reflektorische Wirkung erreichen, Massage entspannt verhärtete Muskulatur und mindert die Sehnenansatzreizungen, das Gewebe wird mobilisiert. Die Durchblutung und der Stoffwechsel werden gefördert. Eine allgemeine Entspannung und Schmerzlinderung wird angestrebt. Der Kreislauf wird durch das Massieren angeregt und die Immunlage verbessert sich.
Eine Vielzahl von Strukturen werden durch das Massieren beeinflusst: so die Rezeptoren in der Haut und Unterhaut, in der Muskulatur im Muskelbindegewebe und den Muskelfaszien und in den Gelenken. Mit der Massage können wir unterschiedliche Wirkungen erreichen, so entscheiden: Ort der Massage, Art der Griffe, Grösse der bearbeiteten Fläche, Zeitdauer des mechanischen Reizes, Häufigkeit der Behandlung, Dynamik und unterschiedliche Geschwindigkeiten über die Art der Wirkung.

a) Biochemische Wirkung: Substanzen werden lokal im Gewebe freigesetzt und aus dem Gewebe ausgeschwemmt:
- arterielle Hyperämie (massiver Druck) - Mastzellen werden gereizt und setzen Histamin (vasodilatierend) und Heparin (Gefässpermeabilität wird erhöht) lysosomale Enzyme bauen Zelltrümmer ab. Prostaglandin E2 wirkt schmerzauslösend und vasodilatierend. Serotonin wirkt im ZNS schmerzlindernd und angstlösend und lokal schmerzauslösend und vasodilatierend. Nozizeptoren werden desensibilisiert und Schmerz wird gelindert. Durch den erhöhten Stoffwechsel wird das Gewebemilieu verbessert und die Muskulatur wird wieder schneller leistungsfähig.

b) Mechanische Wirkung: wirken auf die Gefässe und die Verschieblichkeiten der Strukturen ein. Die Körperflüssigkeiten werden durch den Massagedruck und die Massagebewegung beeinflusst. Die Strukturen werden dadurch trainiert und wirken entstauend, dies vor allem im Venen- und Lymphsystem.

c) Neurale Wirkung, die Reize der Massagegriffe werden vom peripheren Nervensystem und vom ZNS aufgenommen und verarbeitet. Die neurale Wirkung hat eine wichtige Bedeutung in der segmentalen (Fernwirkung) Therapie. Sie wirkt muskeldetonisierend, entfaltet eine Wirkung auf innere Organe und lindert Schmerzen, löst Angstzustände und entspannt. Sympathikus und Parasympathikus werden beeinflusst und eine Ausgeglichenheit des Körpers (Homöostase) wird angestrebt.

Hauptsächliche Anwendungsgebiete
  Schmerzen im Bewegungsapparat
  Rücken- , Schulter- und Nackenschmerzen
  Rheumatische Erkrankungen (z.B. Hexenschuss usw.)
  Kopfschmerzen
  Allgemeine Müdigkeit und Verspannungsschmerzen